Im Zuge des Projekts wurde eine neue Druckleitung aus PE 100 (SDR 11, DA 180 mm) mit einer Gesamtlänge von rund 3.970 m von Griesbach nach Reisbach errichtet. Die Verlegung erfolgte je nach örtlichen Gegebenheiten in drei Verfahren: Im Spülbohrverfahren wurden ca. 1.340 m hergestellt, darunter die Unterquerung des Griesbachs sowie Abschnitte im Straßenbereich. Auf landwirtschaftlichen Feldwegen kam auf einer Länge von ca. 2.430 m das Pflugverfahren zum Einsatz, während rund 300 m im Straßenbereich in offener Bauweise verlegt wurden. Alle Rohrabschnitte wurden verschweißt. Entlang der Trasse wurden vier Be- und Entlüftungsschächte angeordnet.
Zur Förderung des Abwassers wurde eine 2-stufige Pumpstation errichtet. Diese war auf eine Förderhöhe von 96 m und eine Abwassermenge von 21 l/s ausgelegt. Das Betriebsgebäude mit den Abmessungen 8,1 x 6,4 m nahm die trocken aufgestellten Pumpen im Untergeschoss auf. Aufgrund eines nicht tragfähigen Baugrunds wurde das Gebäude auf Brunnen gegründet. Zur Energieversorgung wurden Indach-Solarmodule vorgesehen.

